Hitzige Übungseinheiten im Glutofen

Ein neuer Container des Freistaats ermöglicht Feuerwehren, Brände zu simulieren

Es ist erfreulich und zugleich problematisch: Die Feuerwehren im Landkreis müssen immer seltener ausrücken, um Brände zu löschen – der Nachwuchs aber hat dadurch weniger Möglichkeiten, in der Praxis zu lernen. Deshalb steht in dieser Woche ein neuartiger Brandübungscontainer am Oberasbacher Bauhof.

 

 

Um kurz vor zwölf ist es noch ruhig auf dem Gelände an der Rothenburger Straße. Die Türen des Brandübungscontainers sind geöffnet und laden dennoch nicht gerade zum Verweilen ein. Die Wände sind innen pechschwarz, bei jedem Schritt knarzt die Asche, die den Boden bedeckt, unter den Schuhen. Weiter drinnen riecht es nach verbranntem Holz, und Kreisbrandrat Dieter Marx muss gar die Taschenlampe anknipsen um den wichtigsten Bestandteil des Objekts zeigen zu können: den Brandkorb, an dem später Flammen lodern und die Innentemperatur auf bis zu 1000 Grad erwärmen werden. Keine Frage: Dies ist nicht gerade ein Ort zum Wohlfühlen.

Soll es aber auch nicht sein. Denn hier wird in kleinen Gruppen der Ernstfall geprobt. Nach einer Einführung in die Systematik des Containers packen die anwesenden Feuerwehrler aus den Zirndorfer Ortsteilen die schwere Ausrüstung aus, schnallen die Sauerstoffflaschen auf den Rücken und betreten den Glutofen.

 

Pressspannplatten brennen dort längst lichterloh. „Hier müssen alle auf den Knien bleiben“, sagt Marx. „Die Wärme steigt ja bekanntlich nach oben.“ Einer nach dem anderen darf sich vortasten und versuchen, den Brandherd zu löschen. Mit jedem Mal wird der Rauch, der nach außen dringt, vermeintlich schlimmer, doch nach 15 Minuten sind alle zufrieden. Abkühlen, Masken herunter, geschafft.

Insgesamt 64 Atemschutzgeräteträger, so die genaue Bezeichnung, dürfen in dieser Woche in Oberasbach üben. 300 solcher Einsatzkräfte, die eine besondere Ausbildung absolvieren müssen, gibt es im Landkreis. Drei Viertel der Einsätze freilich sind mittlerweile viel unspektakulärer – „technische Hilfeleistungen, wie Katzen retten oder Hilfe bei Unfällen“, sagt Dieter Marx. „Denn die Landwirtschaft ist moderner geworden, Heustockbrände gibt es kaum mehr. Und der vorbeugende Brandschutz durch Rauchmelder hilft auch viel.“

Im Ernstfall bewähren können sich da allerdings die Wenigsten. Das hat auch der Freistaat erkannt und stolze 1,2 Millionen Euro in den modernen Container investiert. Dieser tourt samt diverser Trainer durch Bayerns Regionen, vier Tage steht er nun im Landkreis Fürth.

„Durch die Verwendung von Holz entsteht die für einen Zimmerbrand typische Hitze- und Rauchentwicklung“, erklärt der Kreisbrandrat. So lernen die Einsatzkräfte, Brandverläufe zu erkennen und Gefahrensituationen richtig einzuschätzen. Die Rückmeldungen der Brandbekämpfer, die sich gerade wieder abkühlen, sind überaus positiv. „Beeindruckend“ finden sie das Szenario und „faszinierend“. Das Wichtigste aber: Niemand wurde verletzt.

 

Textquelle: www.Nordbayern.de

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